Unser Doktor Fridolin

Unser Doktor Fridolin,
der braucht keine Spritze,
denn wir werden auch gesund
nur durch seine Witze.
Weisse Mäuse tanzen ihm
oben auf der Nase,
und er tutet uns ein Lied
auf der Blumenvase.

Über unsern Doktor kann man immer lachen,
denn er macht die allertollsten Sachen,
unser Doktor, der ist jedesmal putzmunter,
und seine Medizin, die schluckt er selber runter,
wenn sie uns zu bitter schmeckt,
ja, unser Doktor ist perfekt.

Unser Doktor Fridolin sagt,
kranksein ist doch Käse,
ja, wie wär´s denn heute mal
mit ´ner Kinderpolonäse.
Alle sind sie mit dabei,
auch die Krankenschwester, 
unser Doktor Fridolin,
der ist unser bester.

Über unsern Doktor kann man immer lachen,
denn er macht die allertollsten Sachen,
unser Doktor, der ist jedesmal putzmunter,
und seine Medizin, die schluckt er selber runter,
wenn sie uns zu bitter schmeckt,
ja, unser Doktor ist perfekt.
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erschienen 1999 auf der CD
"Wenn du einmal krank bist"
 

copyright by siegfried schreck  - 1999
Der kleine Paul fährt nach Paris

Gleich mit dem ersten Hahnenschrei, da bricht er auf,
er möchte unbedingt den Eiffelturm hinauf,
nun sitzt er ungeduldig in der Eisenbahn,
er fragt sich, warum muss der Zug so langsam fahrn.

Er hat gehört, Paris, das wäre oh, la-la,
dann läuft der Zug im Bahnhof ein und er ist da,
dann steht er vor dem Eiffelturm und er sieht ein,
Paris ist ungeheuer gross und er so klein.

Der kleine Paul fährt nach Paris,
da macht er das, da macht er dies,
er war noch nie un seinem Leben an der Seine,
und wie es weitergeht, das wird man sehn.
Paris ist schön und wunderbar,
Paris ist einfach oh-la-la-la-la-la-la.

Bald qualmen ihm die Socken vom Spazierengehn,
drum hält er seine beiden Füsse in die Seine,
er wundert sich darüber, wie es dampft und zischt,
und etwas später ist er wieder ganz erfrischt.

Der kleine Paul fährt nach Paris,
da macht er das, da macht er dies,
er war noch nie in seinem Leben an der Seine,
und wie es weitergeht, das wird man sehn.
Paris ist schön und wunderbar,
Paris ist einfach oh-la-la-la-la-la-la.

Der kleine Paul hat noch sehr viel auf dem Programm,
Arc de Triumph, den Louvre und noch Notre Dame,
um alles abzuklappern, reicht die Zeit nicht aus,
er kauft sich ein Baguette, und dann fährt er nach Haus.

Der kleine Paul fährt nach Paris,
da macht er das, da macht er dies,
er war noch nie in seinem Leben an der Seine,
und wie es weitergeht, das wird man sehn.
Paris ist schön und wunderbar,
Paris ist einfach oh-la-la-la-la-la-la.
 

copyright by siegfried schreck  - 1999
Der Knallfrosch

Wer kommt denn da zur Tür herein,
das kann doch nur der Knallfrosch sein,
kaum ist er da, schon macht er bumm,
und alle drehn sich nach ihm um.

Er ist bekannt im ganzen Land,
von München bis zum Nordseestrand,
sogar im schönen Westerwald
hat er schon geknallt.

Der Knallfosch hat ´nen Knall,
man kennt ihn überall,
wo er hinkommt, macht er bumm,
keiner weiss genau warum.

Wo Jubel ist und Heiterkeit,
da ist der Knallfrosch nicht mehr weit,
er tanzt und hüpft im Kreis herum,
und dabei macht er peng und bumm.

Noch einmal bumm, noch einmal peng,
der Knallfrosch sieht es nicht so eng,
er ist ein hoffnungsloser Fall,
denn er hat ´nen Knall.

Der Knallfosch hat ´nen Knall,
man kennt ihn überall,
wo er hinkommt, macht er bumm,
keiner weiss genau warum.
 

copyright by siegfried schreck  - 1999
Meckern

Tu dies nicht, mach das nicht, lümmel dich nicht rum,
guck nicht so viel Fernsehn, davon wirst du nur dumm,
und wenn Papa schläft, sollst du nicht stören.
Hör auf, an deinen Fingernägeln rumzukaun,
und steig nicht mit der neuen Hose über´n Zaun,
ja, das alles kann ich nicht mehr hören.
Und jetzt sage ich:

Meckern,
hört auf zu meckern,
räum dein Zimmer auf und lass nichts liegen,
ständig müsst ihr meckern wie die Ziegen,
und du sollst nicht so lang Fernsehn gucken,
und den Löffel nicht verschlucken,
und bei Tisch sollst du nicht kleckern,
meckern,
hört auf zu meckern.

Rupf dir keine Häuptlingsfeder aus dem Papagei,
und bring ihm nicht die übelsten Schimpfwörter bei,
und hör auf, ihn immer nur zu jagen.
Warum kommst du an jedem Tag so spät nach Haus,
und mach endlich das verdammte Radio aus,
wie oft soll man dir denn das noch sagen?

Meckern,
hört auf zu meckern,
räum dein Zimmer auf und lass nichts liegen,
ständig müßt ihr meckern wie die Ziegen,
und du sollst nicht so lang Fernsehn gucken,
und den Löffel nicht verschlucken,
und bei Tisch sollst du nicht kleckern,
meckern,
hört auf zu meckern.

Ketchup, Senf und Mayonnaise,
und Spaghetti Bolognese,
das sind Dinge, wie geschaffen um zu kleckern.
Dies und das soll ich nicht dürfen,
und am Tisch soll ich nicht schlürfen.
Hört doch auf zu meckern.

Meckern...
 

copyright by siegfried schreck  - 1999
Wenn du einmal krank bist

Wenn du einmal krank bist, und du liegst im Bett,
kannst dich nicht bewegen und hast Langeweile,
und du wirst allmählich steif so wie ein Brett,
mach dir einfach nichts daraus
und denk dir etwas Schönes aus,
dann vergeht  für dich die Zeit wie in Windeseile.

Eins,zwei,drei, wer hat den Ball,
nein, das geht auf keinen Fall,
nix mit klettern auf´n Baum,
das bleibt vorerst nur ein Traum.

Ganz still liegen, Däumchen drehn,
nach dem dicken Onkel sehn,
Decke über´s Köpfchen ziehn,
dann ein Löffel Medizin.
Denk dir etwas Schönes aus, spiel mit deiner Phantasie,
stell dir vor, du könntest fliegen wie ein Kolibri.

Wenn du einmal krank bist, und du liegst im Bett,
kannst dich nicht bewegen und hast Langeweile,
und du wirst allmählich steif so wie ein Brett,
mach dir einfach nichts daraus
und denk dir etwas Schönes aus,
dann vergeht  für dich die Zeit wie in Windeseile.

Stell dir vor, du wärst der Prinz
aus dem Lande Pfefferminz,
wohnst in einem großen Reich,
ob´s auch stimmt, das ist doch gleich.

Oder du wärst Kapitän,
und kannst auf die Reise gehn,
sei Pilot im Jumbojet,
flieg ganz hoch mit deinem Bett.
Denk dir etwas Schönes aus, dann vergeht die Zeit im Nu,
stell dir vor, du könntest hüpfen wie ein Känguruh.

Wenn du einmal krank bist, und du liegst im Bett,
kannst dich nicht bewegen und hast Langeweile,
und du wirst allmählich steif so wie ein Brett,
mach dir einfach nichts daraus
und denk dir etwas Schönes aus,
dann vergeht  für dich die Zeit wie in Windeseile.
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erschienen 1999 auf der CD
"Keiner ist so stark wie du"
 

copyright by siegfried schreck  - 1999
Böse Buben  
  
Mädchen sind ganz anders, lasst euch das mal sagen,
Mädchen können Röcke oder Kleider tragen,
Mädchen bleiben drin und gehn nicht raus bei Wind und Wetter,
Mädchen können lieb sein und sind eigentlich viel netter.

Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
 

Immer müsst ihr raufen, und ihr werft mit Steinen,
fallt ihr auf die Nase, dürft ihr nicht mal weinen,
lassen wir euch einmal rein  in unsre Puppenstuben,
macht ihr alles gleich kaputt, denn ihr seid böse Buben.

Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
 

Nehmt euch nicht so wichtig, lasst doch das Getue,
spielt mit euren Autos, und lasst uns in Ruhe,
geht und macht euch schmutzig, holt euch viele blaue Flecken,
in der Haut von bösen Buben möchten wir nicht stecken.

Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
Ihr seid ganz anders als wir,
böse Buben seid ihr.
 

copyright by siegfried schreck  - 1999